John D. Wolfringer

Romane, Erzählungen, Satiren, Essays

Ein Leben als Schriftsteller

Meine berufliche Anspannung erlaubte keine kontinuierliche Beschäftigung mit der Literatur. 1973 beendete ich meinen ersten Roman, ließ ihn aber in der Schublade verstauben. Mein Leben sah ich immer mit den Augen eines Literaten – reflektierend, nichts war zu gering, um beachtet zu werden, die Stoffülle wuchs mit den Notizen zu einem beachtlichen Potential, das nach Verarbeitung suchte. Zwischenzeitlich, von 1970-86 drehte ich privat Spielfilme. Dieses Erfinden von Filmhandlungen war ein wichtiger Schritt zur Literatur. Als ich 1992 in Buenos Aires nachts niedergeschlagen und ausgeraubt wurde, war das für mich ein Signal, nun endlich mit dem Schreiben ernst zu machen. Ich war 57. Am Tag nach dem Überfall schrieb ich im Café Tortoni die Kurzeschichte ‘Teatro Colon’. Seit 2003 lieferte ich Beiträge für die Edition SIGNAThUR, Schweiz, die auch Bücher von mir verlegt. Umfangreichere Werke erscheinen zur Zeit im > DROMOS-Verlag.